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Aarau

Lohn-Besitzstand für drei Fusionsjahre garantiert

Von Ueli Wild

Zukunftsraum Die erstenErgebnisse der Fusionsanalyse betreffen die Zukunftsaussichten des Personals der beteiligten heutigen Gemeinden.

Die am Fusionsprojekt «Zukunftsraum Aarau» beteiligten Gemeinden machen die ersten Zwischenergebnisse der aktuell laufenden Phase der sogenannten Fusionsanalyse publik. Die Projektsteuerung unter der Leitung des Aarauer Stadtpräsidenten Hanspeter Hilfiker hat die Grundsätze für die Überführung des Personals der heutigen fünf Gemeinden in das mögliche künftige Gross-Aarau genehmigt. Erarbeitet haben die Grundsätze die Resonanz- und die Feedbackgruppe im Projekt «Zukunftsraum Aarau».

Bei andern Fusionen abgeschaut

Bei den Überführungsgrundsätzen geht es, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist, in erster Linie um den Wiederanstellungsprozess und um Garantien für das Personal. Diese Grundsätze wurden schon von Vertretungen der Gemeinden in der Fachgruppe Personal formuliert. Sie orientieren sich an den Erfahrungen, die bei andern Fusionen gemacht wurden. So sollen alle Mitarbeitenden Gemeinden die gleiche Ausgangslage und die gleichen Chancen haben. Das bedeutet konkret: Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit, gleiche Chance bei vergleichbarer Qualifikation und gleiche Voraussetzungen in den Verfahren.

«Die Zusammenschlüsse», heisst es, «werden ohne Entlassungen vollzogen.» Die Stellenreduktion werde über die natürliche Fluktuation und über Pensionierungen sichergestellt. Zudem geniessen die Mitarbeitenden «bei entsprechender Leistung» für drei Jahre eine Besitzstandsgarantie beim Lohn und beim Pensum. Saläranpassungen aufgrund neuer Einstufungen und struktureller Anpassungen gegenüber dem aktuellen Lohn erfolgen im Falle einer höheren Einstufung beim Inkrafttreten der Fusion, im Falle einer tieferen Einstufung nach Ablauf der dreijährigen Besitzstandsgarantie. Die Beschäftigungsdauer bei der bisherigen Gemeinde werden angerechnet. Und bestehende Fort- und Weiterbildungsvereinbarungen für laufende Weiterbildungen werden garantiert.

Wechsel in ganz Aarau zumutbar

In den Grundsätzen festgehalten ist ausserdem, dass für die Mitarbeitenden der gesamte geografische Zukunftsraum als neuer Arbeitsort gilt. Ein allfälliger Wechsel innerhalb des Perimeters der ganzen neuen Hauptstadt sei für alle Mitarbeitenden und Stellen zumutbar.

Neben der Resonanz- und der Feedbackgruppe konnten auch der Aarauer Stadtrat und die Gemeinderäte der Gemeinden Suhr, Densbüren sowie Ober- und Unterentfelden zu den Überführungsgrundsätzen Stellung nehmen. Die Resonanzgruppe besteht aus 35 Einwohnerinnen und Einwohnern der fünf Gemeinden. Die Feedbackgruppe besteht aus 18 Mitarbeitenden der fünf Gemeindeverwaltungen. Beide haben die gleiche Funktion: Sie sollen quasi das Scharnier bilden zwischen Projekt und Gesellschaft.

Die Projektsteuerung, heisst es in der Medienmitteilung, sei der Ansicht, mit dem vorliegenden Überführungsgrundsätzen «ein gutes Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Flexibilität» gefunden zu haben: «Die Überführungsgrundsätze stellen eine faire Überführung der Mitarbeitenden sicher und leisten einen wichtigen Beitrag für die Funktionsfähigkeit der bisherigen fünf Gemeinden und der möglichen künftigen Hauptstadt.» Der Projektsteuerung gehören nebst Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Daniel Roth die Ammänner beziehungsweise Gemeindepräsidenten der vier potenziellen Fusionspartnergemeinden an, desgleichen deren Gemeindeschreiber. Im Fall von Suhr ist es Philippe Woodtli, der Geschäftsführer der Gemeinde, im Fall von Unterentfelden Gemeindeschreiber-Stellvertreter Mischa Bühler. Ebenfalls in der Projektsteuerung sitzt Yvonne Reichlin, Leiterin Gemeindeabteilung des Kantons Aargau.