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Auftakt

Buchs will Energiestadt-Label

Von Nadja Rohner

Einwohnerrat Neben Energie-Fragen waren gestern auch Kleinklassen und Tagesstrukturen Thema in Parlament.

Der Buchser Einwohnerrat genehmigte mit 34 Ja zu 1 Nein einen Bruttokredit über 20000 Franken, mit dem die Gemeinde das Label Energiestadt erlangen soll. Bund und Kanton beteiligen sich finanziell. Der Entscheid geht auf eine Motion von Beat Spiess (FDP) zurück. Mit dem Label, das etwa jede fünfte Gemeinde in der Schweiz hat, wird angezeigt, dass sich eine Gemeinde für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz, erneuerbare Energien und eine umweltverträgliche Mobilität einsetzt. Im Preis inbegriffen sind umfassende Beratungen, eine Standortbestimmung und die Erarbeitung von Massnahmen. Patrik Feusi (EVP), der neben Denise Zeller Xenaki (CVP) gestern neu vereidigt wurde, regte an, dass man sich doch gleich um das «Energiestadt Gold»-Label bewerben sollte, wie Aarau es hat.

Ja gesagt hat der Einwohnerrat zu einem Postulat von Marius Fedeli (SP), das in ähnlicher Form auch im Aarauer Parlament eingereicht wurde. Es geht darum, die Tagesstrukturangebote, die heute in den Gemeinden individuell organisiert sind, in die Kreisschule Aarau-Buchs zu integrieren. Danach soll eine Evaluation über die Bedürfnisse punkto Tagesstrukturen gemacht werden. Im Raum steht auch die Schaffung einer Tagesschule. Doch fix ist nichts: «Die Tagesschule ist eine Option, falls der Bedarf gegeben ist», sagte Thomas Meier (SP). In seinem Vortrag namens der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission erklärte er, man erhoffe sich durch die Übertragung an die Kreisschule, dass das Angebot qualitativ besser werde und näher an den Bedürfnissen der Kinder sei, wenn alles aus einer Hand komme. Die Gesamtkosten für das «gemeinsame Projekt zur Neuorganisation» belaufen sich auf 250000 Franken, Buchs trägt einen Anteil von 73600 Franken. Die CVP sah darin «starke Signale Richtung innovativer und zukunftsorientierter Schule» (Christine Knüsel). Joel Blunier (EVP) fand den beantragten Kredit zwar sehr hoch, aber man müsse ihn ja nicht unbedingt ausschöpfen. Der Kreditantrag wurde mit 26 Ja zu 9 Nein genehmigt. Der Grossteil der SVP-Fraktion war laut Sandra Meier-Jaisli im Grundsatz der Ansicht, dass Erziehung Sache der Eltern sei und nicht des Staats, weshalb sie den Kredit ablehnten.

Für Diskussionen sorgte eine Anfrage von Reto Fischer (parteilos). Sie drehte sich um die Tatsache, dass
die Kreisschulpflege Aarau-Buchs beschlossen hatte, die Schule solle integrativ sein. Die konsequente Umsetzung würde bedeuten, dass die heute in Buchs bestehenden Kleinklassen abgeschafft würden. Das sei ein überstürzter Entscheid, befand Fischer. Ausserdem habe man die Buchser Stimmbürger «geblendet», indem man im Abstimmungskampf gesagt habe, sowohl das Aarauer integrative Schulmodell als auch die Kleinklassen der alten Kreisschule Buchs-Rohr würden beibehalten. Die Sache wird mit Sicherheit noch zu reden geben; jedoch ist der Gemeinderat nicht zuständig. Geplant ist nun ein überparteilicher Vorstoss bei der Kreisschulpflege.