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limmattal

Entführte O-Bikes und Glasfaser

Von Leo Eiholzer

In der parlamentarischen Fragestunde musste der Dietiker Stadtrat Red und Antwort stehen. Eine Auswahl

Entführte O-Bikes und Glasfaser

190 Prozent von Dietikon sollen nach 2019 Glasfaser haben.

2019 wird ausgebaut – am Ende werden rund 90 Prozent aller Immobilien in Dietikon mit Glasfaser-Kabeln ausgestattet sein. Stadtpräsident Otto Müller (FDP) sagte: «In Dietikon findet der Ausbau im Jahr 2019 durch die Swisscom überall dort statt, wo man heute noch keine Ultra-Breitband-Technologie hat.» Maya Ritschard (CVP) hatte
gefragt, ob ein flächendeckender Glasfaser-Ausbau geplant sei. Laut Müller werden die Leitungen in der Regel bis an die Gebäude herangeführt. Für den Haus- und Wohnungsanschluss seien die Grundeigentümer verantwortlich.

2Jemand entwendete mitten in der Nacht O-Bikes vom Werkhof.

Für eine Krimi-würdige Antwort sorgte die Frage von Anton Felber (SVP). Aus dem Werkhof der Stadt Dietikon verschwanden laut Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Heinz Illi (EVP) «in einer Nacht-und-Nebel-Aktion» 30 Velos der Velo-Verleih-Plattform O-Bike. Zuvor habe die Stadtpolizei diese eingesammelt und versucht, mit den Besitzern in Singapur Kontakt aufzunehmen. Man habe einen Schweizer Kontakt erhalten. Nach dem nächtlichen Diebstahl sei aber dort niemand mehr zu erreichen gewesen. Doch die Stadt hat neue O-Bikes in Gewahrsam: «In den Räumlichkeiten der Stadtpolizei
lagern noch 16 O-Bikes», sagte Illi. Wenn sie nicht innert Frist abgeholt werden, gehen sie zur Verwertung an «eine
geeignete Institution». O-Bikes, die auf Stadtgebiet abgestellt werden, sammle die Stadtpolizei nach wie vor ein.

3Schönenwerd-Asylsuchende
haben jetzt neue Wohnungen.

Catherine Peer (SP) wollte vom Stadtrat wissen, wo die Asylsuchenden untergebracht sind, die im vor Monatsfrist
abgerissenen Asylheim an der Schönenwerdkreuzung gewohnt hatten. Otto Müller antwortete für den abwesenden Sozialvorstand Roger Bachmann (SVP): «Sie sind in Wohnungen untergebracht, die die Stadt zugemietet hat.» Der Stadtrat habe vermeiden wollen, die Zivilschutzanlage Oberdorf dafür heranzuziehen. Der Druck auf die
Gemeinden sei zurzeit sowieso wegen tieferer Asylzahlen geringer. Zudem seien acht Dietiker Asylsuchende momentan in zwei anderen Zürcher Gemeinden untergebracht.

4Es wird keine Entlöhnung für Chrüzikafi-Helfer geben.

«Das Chrüzikafi ist eine Erfolgsgeschichte», antwortete Otto Müller auf die Erkundigung von Beat Hess (Grüne), wie sich das Angebot entwickelt habe. Die Rückmeldungen seien sehr positiv. Die Zahl der Gäste schwanke allerdings stark, wohl auch wegen des Wetters. Im Sommer würden Glacen verkauft und die Öffnungszeiten leicht geändert. Neu habe das Chrüzikafi von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Hess wollte auch wissen, ob geplant ist, die bisher freiwilligen Helfer für ihren Einsatz zu entlöhnen. Müller sagte, das sei nicht vorgesehen: «Die Helferinnen und
Helfer leisten den Einsatz ganz bewusst freiwillig.»

5Limeco-Baustelle: Nun gibt es einen Lotsendienst für Schüler.

Wegen des Fernwärme-Ausbaus der
Limeco sperrte der Kanton beide Fussgängerstreifen an der Badenerstrasse auf Höhe des Steinmürli-Schulhauses. Rosmarie Joss (SP) wollte wissen, wie der sichere Zugang der Schüler sichergestellt werde. Heinz Illi sagte: «Ab Montag wird einer der beiden Fussgängerstreifen wieder offen sein. Ausserdem gibt es für die Schüler während der fraglichen Zeit
einen Lotsendienst.» Die Stadtpolizei und das Stadtplanungsamt hätten festgestellt, dass die eigentlich signalisierte Umleitung, der Fussgängerübergang an der Lägernstrasse, nicht genutzt wird. Illi: «Stattdessen wird einfach quer drübergelaufen.» Es habe am Donnerstag eine Sitzung zwischen der Stadt, dem Kanton und dem Unternehmen stattgefunden. Wegen der Intervention der Stadt kam es nun zur Fussgängerstreifen-Öffnung und zum Lotsendienst.

6Stadtrat will Nutzungsreglement für Rapidplatz erstellen.

Peter Metzinger, FDP-Gemeinderat und Präsident des Quartiervereins Limmatfeld, fragte, ob der Stadtrat plane, ein
Gesamtkonzept für den Rapidplatz zu
erstellen. Dies, um zu verhindern, dass Ideen «unkoordiniert» umgesetzt werden. Otto Müller sagte, es sei wichtig, den Platz zu beleben. Beim Fiirabigmärt, der am Mittwoch erstmals stattgefunden hat, habe sich der Platz wunderbar präsentiert. Aber keinesfalls sollten Projekte «beliebig oder gar ‹unkoordiniert›» umgesetzt werden. Deshalb sei ähnlich wie beim Kirchplatz ein Nutzungsreglement
geplant. Der Stadtrat werde den Quartierverein Limmatfeld und das lokale Gewerbe bei der Planung miteinbeziehen.

7Wie Kunstwerke für öffentliche Plätze ausgewählt werden.

Jörg Dätwyler (SVP) wollte von Otto Müller wissen, wie die Stadt Kunstwerke für öffentliche Plätze oder Gebäude auswählt. Müller sagte: «Wir wählen Kunstwerke nach ihrer künstlerischen Bedeutung, ihrer Bezugnahme zum Standort des Kunstwerks und ihrer Einzigartigkeit aus.» In der Regel versuche man, Werke einheimischer Künstler zu wählen. Die Submissionsbestimmungen, die bei öffentlichen Projekten sonst beachtet werden müssen, gälten bei Kunstwerken nur beschränkt. Wenn die Stadt ein bestimmtes Kunstwerk herstellen lässt, wie aktuell bei der Plastik Joy (siehe Foto des Modells), die auf den
Rapidplatz kommen soll, gelten die
Bestimmungen aber doch und die Stadt müsse verschiedene Offerten einholen.

8Undichte Fugen an Kirchplatz-Halle werden «in der nächsten Zeit» ausgetauscht.

Ernst Joss (AL) wollte wissen, ob der Stadtrat davon weiss, dass es bei Regen in die Markthalle am Kirchplatz tropft. Otto Müller antwortete, man wisse seit kurzem vom Problem. Die Infrastrukturabteilung würde die undichten Fugen «in der nächsten Zeit» austauschen.

9Rosmarie Joss’ und Otto Müllers Probleme mit der Stadt-Website. Es war noch Zeit übrig. Rosmarie Joss trat nochmals ans Mikrofon: «Ich habe versucht, von der neuen städtischen Homepage die Traktandenliste auszudrucken. Es ist aber nur eine leere Seite herausgekommen. Ist das auch jemandem aufgefallen oder liegt es an meinem PC?» Otto Müller: «Ich wollte mit dem Handy schauen, wer in welchen Kommissionen sitzt und es kam nur eine weisse Seite.» Die Website habe noch Kinderkrankheiten. Den Schlusspunkt setzte Alfons Florian (SVP): «Ich konnte es ausdrucken. Es liegt also an Ihrem PC.»