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Kommentar

Suhr spielt Nachhand

Von Ueli Wild
Suhr spielt Nachhand

Die Staffelung der Fusionsentscheide ist von der Projektsteuerung gewollt. Trotzdem: Läuft der Zukunftsraum-Prozess nach Plan zu Ende, fallen die zwei letzten Entscheide zum Fusionsperimeter Suhr-Aarau deutlich später als im Fall von Densbüren und Entfelden. Mit der gewollten Staffelung hat das weniger zu tun als mit dem Zögern von Suhr.

Zwischen Suhr und Aarau gebe es mehr Fragen zu klären, heisst es. Und Suhr brauche mehr Zeit, um die Vor- und Nachteile einer Fusion abzuwägen. Das mag stimmen. Schon, weil sich bisher in Suhr Gegner und Befürworter in etwa die Waage halten und der Gemeindepräsident selber einräumte, beim Zukunftsraum sei er gespalten. Klar ist: Suhr und Aarau fällen, sofern es so weit kommt, zumindest den finalen Fusionsentscheid im Wissen, wer sonst noch an Bord ist. Das kann die Stimmung in Suhr noch in die eine wie in die andere Richtung beeinflussen. Und während in Densbüren und Entfelden die Wahlen erst nach dem Fusionsentscheid über die Bühne gehen, bietet sich in Suhr die Fusion als Wahlkampfthema an. Dass von den Wahlen bis zur Abstimmung ein Jahr vergeht, ändert nichts daran.

Dass Suhr Nachhand spielt, ist nachvollziehbar, aus Aarauer Optik aber bedauerlich. Wenn von den vier Gemeinden eine als Partner der Stadt Sinn macht, dann ist es am ehesten Suhr. Eine Fusion ohne Suhr lässt sich aus Sicht der Aarauer Stimmberechtigten als halbe Sache verstehen. Die Möglichkeit, dass dieser Fall eintritt, könnte die Fusionslust des Aarauer Souveräns bei den vorangehenden Urnengängen negativ beeinflussen.