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Auftakt

Kein Aderlass beim Zukunftsraum Aarau

Unterentfelden Ja zum Kredit für weitere Abklärungen zum Fusionsprojekt «Zukunftsraum Aarau».Der Entscheid der Gmeind wurde nun an der Urne bestätigt.

Das Fusionsprojekt «Zukunftsraum Aarau» ist weiterhin auf Kurs: Die Unterentfelder Stimmberechtigten haben bei einer Stimmbeteiligung von 50 Prozent einen Kredit von 153500 Franken gutgeheissen, der für Ausarbeitungsphase zur Verfügung gestellt wird. Die Urnenabstimmung war nötig geworden, weil gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung erfolgreich das Referendum ergriffen worden war. Von den grossen Parteien unterstützte einzig die SVP das von Bäcker Stefan Röösli ergriffene Referendum.

Die Bestätigung an der Urne fiel nun allerdings weit weniger deutlich aus: 653 Ja-Stimmen standen 578 Nein-Stimmen gegenüber. Das entspricht einem Ja-Stimmen-Anteil von 53 Prozent. An der Gmeind im letzten Herbst waren noch 72 Prozent der Anwesenden dafür gewesen (113 Ja gegen 44 Nein).

Er habe erwartet, dass der Ja- und der Nein-Stimmenanteil bei einer Urnenabstimmung «näher zusammenrücken» würden, sagt dazu Unterentfel-
dens Gemeindeammann Heinz Lüscher. «Grundsätzlich», so Lüscher «bin ich sehr froh, dass wir nun an den Details weiterarbeiten können.» Nun habe man auch Zeit, der Bevölkerung begreiflich zu machen, worum es im Einzelnen gehe. Und die Stimmberechtigten würden noch mehrere weitere Gelegenheiten erhalten, sich zum Projekt zu äussern. Ziel sei es, die Leute quasi «in einem Echoraum» mit einzubeziehen.

Die SVP Unterentfelden stellt in einer Medienmitteilung fest, sie und auch die Bevölkerung würden «die nächsten Schritte der Fusionsvorbereitungen aufmerksam verfolgen». Der hohe Nein-Stimmenanteil von 47 Prozent zeige klar, «dass die Zustimmung für eine Fusion in der Bevölkerung nicht einfach so vorhanden ist».

Mit dem Entscheid von Unterentfelden bleiben ausser der Stadt Aarau die Gemeinden Densbüren, Unter- und Oberentfelden sowie Suhr, wo ein negativer Entscheid der Gmeind im Februar gekippt wurde, dem Projekt «Zukunftsraum Aarau» treu. Aufgrund der engen Verflechtungen zwischen den beiden Entfelden hätte ein Nein in Unterentfelden letztlich auch den Verbleib Oberentfeldens im Projekt ernsthaft infrage gestellt. Jetzt bleibt der Aderlass aus. Das positive Signal aus der südlichen Nachbargemeinde wurde gestern auch von Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. (uw)