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Aarau

Gemeinderat will nicht
«in eine Fusion flüchten»

Von Nadja Rohner

Buchs Tritt Buchs dem «Zukunftsraum Aarau» wieder bei? Es wird zumindest diskutiert

Der Buchser Gemeinderat beantragt beim Einwohnerrat einen Kredit von insgesamt 125000 Franken für den Wiederbeitritt zum Fusionsprojekt «Zukunftsraum Aarau». Allerdings nur «aus verfahrenstechnischen Gründen, aber entgegen seiner eigenen Meinung».

In jüngerer Zeit gab es diverse politische Bemühungen, Buchs wieder auf den Zug «Zukunftsraum Aarau» aufspringen zu lassen. Dort prüfen derzeit die Stadt Aarau sowie die Gemeinden Suhr, Densbüren, Ober- und Unterentfelden, welche Vor- und Nachteile eine Fusion – in welcher Gemeinde-Kombination auch immer – bringen würde. Buchs hat sich bereits vor mehreren Jahren aus dem «Zukunftsraum»-Projekt verabschiedet. Der Gemeinderat argumentierte, die Bevölkerung wolle keine Fusionen.

Das tut er auch jetzt noch. Gestützt auf eine erneute Bevölkerungsbefragung Anfang Jahr. Dort hatten rund zwei Drittel der Befragten angegeben, es sei ihnen wichtig, dass Buchs selbstständig bleibe. Und dieser Meinung ist auch die Exekutive: «Für den Gemeinderat ist eine Fusion zur Zeit weiterhin keine Option», heisst es denn auch in der Ratsbotschaft, die der Gemeinderat als Antwort auf das entsprechende Postulat von Reto Fischer (parteilos) verabschiedet hat. «Die Gemeinde kann ihre Zukunft in ihrem eigenen Interesse besser und vorteilhafter gestalten, wenn sie selbst über ihre Ansprüche und Vorstellungen bestimmen kann», heisst es weiter. Und: «Auch die aktuell nicht besonders erfreuliche Finanzsituation ist keineswegs ein Grund, in eine Fusion zu flüchten.»

Zur Erinnerung: Der Gemeinderat beantragt eine Steuerfusserhöhung von 100 auf 108 Prozent per 2019. Deshalb wolle er eigentlich «die aktuell nicht im Überfluss vorhandenen finanziellen Mittel der Gemeinde nicht für Studien und Abklärungen verwenden, für die er im Moment keinen Bedarf sieht».

«Nicht verschliessen»

Weshalb beantragt der Gemeinderat dann trotzdem den Kredit, der fast ein Steuerprozent ausmacht, für den Wiedereintritt zum «Zukunftsraum»? Er wolle sich «der immer wieder geforderten politischen Ausmarchung keineswegs verschliessen», erklärt der Gemeinderat. Dem Einwohnerrat solle «eine zeitnahe Diskussion und Beschlussfassung über die Frage nach einer nachträglichen Beteiligung der Gemeinde Buchs am Projekt Zukunftsraum Aarau – solange eine Beteiligung an der nächsten Fusionsphase technisch machbar wäre – ermöglichen.» Da der Einwohnerrat ohne Vorlage keinen mehrjährigen Investitionskredit beschliessen könne, stelle der Gemeinderat nun ebendiesen Antrag.

Die anderen beteiligten «Zukunftsraum»-Gemeinden haben an ihren Sommergemeinden beschlossen, dem Projekt für die nächste Phase treu zu bleiben. Das ist aber noch längst kein Ja zu einer Fusion.