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Regionalsport

Schneller im Ziel als gedacht

Von Melanie Gamma
Schneller im Ziel als gedacht

Nora Gmür drehte auf der zweiten Laufrunde noch einmal auf. Bild: Reinhard Standke

Die Streckenbesichtigung am Donnerstag bestärkte Nora Gmür in ihrem guten Gefühl: An der Junioren-WM in Lausanne liegt für sie gegen 69 Konkurrentinnen aus 36 Ländern einiges drin. Die 18-Jährige fühlte sich wohl auf der Radrunde und freute sich auf die Laufkilometer am Genfersee.

Als erstes wartete auf die Schöftlerin aber am Freitagmorgen das Schwimmen. Nach einem Fehlstart sprangen die Athletinnen ein zweites Mal in den See. Wenig Zeit zu verlieren auf die Spitze war Nora Gmürs Ziel für die 750-Meter-Schlaufe durch den Lac Léman. Dann stieg sie bereits als Dritte aus dem 22 Grad kalten Wasser. «Mit meiner Schwimmleistung bin ich absolut happy.»

Danach konnte sie sich auf dem Rad in der Spitzengruppe festsetzen. «Wir fanden einen guten Tritt und das Tempo war ziemlich hoch, obwohl ja eine Steigung drin war.» Die Vorbereitung auf jenen Hügel mit vielen Radtrainings zwischen Staffelbach und Bottenwil zahlte sich also aus für Nora Gmür. Die Spitzenfahrerinnen – unter ihnen mit der Zürcherin Anja Weber eine zweite Schweizerin – wechselten sich auf den 20 Kilometern mit der Tempoforcierung ab. Die 17-köpfige Gruppe kam mit fast 50 Sekunden Vorsprung in die Wechselzone für die Laufstrecke. Dann erlebte Nora Gmür einen Knackpunkt im Rennen. «Ich fand auf der ersten Laufrunde nicht so richtig meinen Rhythmus», so die Athletin des Triclubs Zofingen, «dann aber konnte ich zulegen und noch Plätze gutmachen.»

Durchwegs positive Bilanz nach hartem Rennen

Italien feierte mit Beatrice Mallozzi, die nach der EM auch die WM für sich entschied, und Costanza Arpinelli einen Doppelsieg. Bronze ging an die Französin Jessica Fullagar. Nora Gmür finishte als Siebte. «Damit bin ich mehr als zufrieden», sagt die Aargauerin, die vor Anja Weber (8.) und Cathia Schär (16.) die beste Schweizerin war. Nach EM-Silber erreichte sie den angestrebten WM-Topten-Platz und ist definitiv in der Weltspitze angelangt. Eine Minute fehlte für einen Podestplatz. «Es war ein extrem schnelles Rennen, ich dachte, wir alle wären länger unterwegs», schmälerte der Rückstand auf Edelmetall bei Nora Gmür keineswegs die Freude über die eigene Performance. «Die WM war ein tolles Erlebnis. Die Zurufe am Streckenrand motivierten sehr.»

Womöglich geht das WM-Abenteuer für Nora Gmür weiter. Für die Mixed-Staffel, die am Sonntag startet, bleibt sie als Ersatzathletin auf Abruf.