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Inland

Mediengutscheine für junge Leute

FörderungDer Bundesrat will die Rahmenbedingungen für die Medien verbessern. Der Ständerat unterstützt das Massnahmenpaket, hat die Subventionen für die indirekte Presseförderung gar noch deutlich erhöht – auf 100 Millionen Franken. Abgelehnt hat er hingegen 30 Millionen Franken für Onlinemedien. Das Geschäft kommt nun in den Nationalrat. Und dort werden neue Ideen in die Diskussion eingeworfen. So fordern Politiker, von den Grünen bis hin zur FDP, Mediengutscheine für junge Erwachsene. Eingereicht hat die Motion die Basler GLP-Nationalrätin Katja Christ. Sie findet Medienförderung wichtig, ist aber kein Fan des bundesrätlichen Massnahmenpakets: «Die Förderung von Papier ist nicht zukunftstauglich, ich setze mich ein für ein kanalunabhängiges Fördermodell.» Dass der Staat also nicht Medienhäuser unterstützt, sondern die Bürger. Diese sollen entscheiden, für welche Publikationen sie ihrem Gutschein einsetzen wollen.

In einem ersten Schritt soll der Bund ein Pilotprojekt mit Mediengutscheinen für 16- bis 25-Jährige durchführen. So kann ein neues Fördermodell getestet und gleichzeitig eine Bildungsoffensive gestartet werden. Jugendliche würden sich vor allem über die sozialen Medien informieren, bekämen mit, was in ihrer Bubble gerade wichtig ist, sagt Christ. Unter soziale Medien fallen Plattformen wie Facebook, Youtube oder Instagram, wo Nutzer ihre Inhalte einbringen können. Die Baslerin hält es für wichtig, dass Jugendliche die Erfahrung machen, was der Unterschied zwischen Gratis- und Bezahlmedien sind. Dabei sollen die staatlichen Gutscheine helfen. Denn die Zahlungsbereitschaft für Informationen ist tief. Gemäss dem letzten «Jahrbuch Qualität der Medien» geben 83 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an, ihr Geld im Internet lieber für Unterhaltung als für Nachrichten auszugeben. Christ ist überzeugt, dass dank der Gutscheine die jungen Menschen an die Bezahlmedien herangeführt werden können: «Damit sie mit 25 Jahren bereit sind, für gute Informationen zu bezahlen.»(dk)