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Basel

Seh ich Dich im Strahlenmeer

Von Oliver Spiess
Seh ich Dich im Strahlenmeer

Bremgarten ersetzte bereits 2018 Feuerwerk mit Laserstrahlen. Bild: Keystone (Bremgarten, 1. August 2018)

Hitze, Dürre, Klimawandel. Das sind die Themen, die momentan den öffentlichen Diskurs dominieren. Auch vor dem sehr beliebten Feuerwerk macht die Diskussion um den Klimawandel nicht Halt. Jetzt leitet die Stadt Basel erste Schritte zur Verminderung der Lärm-, Gas- und Feinstaubemissionen ein.

Vor allem eine Neuerung im Programm der Bundesfeier auf dem Bruderholz könnte eingefleischte Feuerwerk-Fanatiker zum Stutzen bringen: Das Organisationskomitee der Feier wird nämlich die Menge an Feuerwerkskörpern verringern und durch den Einsatz von emissionsärmeren Lasern ergänzen. «Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Keine Redimensionierung, aber eine Umgestaltung», sagt Fausi Marti, OK-Präsident der Bundesfeier auf dem Bruderholz. Zusätzlich verkleinern die Organisatoren zum ersten Mal das Höhenfeuer, und zur Eindämmung der Brandgefahr werden Feuerwehrmänner das Feuer streng überwachen.

Die Zukunft des Feuerwerks ist ungewiss

Auch bei Sabine Horvath, Leiterin der Abteilung «Aussenbeziehungen und Standortmarketing» des Präsidialdepartements Basel-Stadt, klingen die Aussichten etwas anders als bisher. Noch vor rund sieben Wochen sprach sie gegenüber der «Schweiz am Wochenende» von «100000 Menschen, die von den Feuerwerken begeistert sind», und einer Abwägung der Interessen, die auch laut Manuel Staub, Leiter der Arbeitsgruppe «Bundesfeier am Rhein», klar gegen eine Reduzierung des Feuerwerks sprächen.

Nun äussert sich Horvath zu dem Thema schon zukunftsorientierter: Komplett ausgeschlossen seien solche Alternativen, wie sie dieses Jahr auf dem Bruderholz getestet werden, in Zukunft auch für die grosse Feuerwerkshow über dem Rhein nicht: «Es kommen neue Formen des Lichtspektakels auf, die definitiv ebenfalls begeistern. Wir sind gegenüber Neuerungen offen und ziehen für die Zukunft auch neue Möglichkeiten in Betracht», so Horvath gestern vor Medien.

Ein Fortschritt, der nicht wirklich einer ist

Laut Horvath hätten kritische Stimmen zum Thema Feuerwerk und Umwelt dieses Jahr aber nicht zugenommen, sondern seien nur lauter geworden. Vielleicht kann Staub deshalb so stolz verkünden: «Selbstverständlich werden wir an allen Verkaufsstellen des Festes mit Mehrweg-Bechern und -Geschirr arbeiten.» Zwar sei das schon in den letzten Jahren so gewesen – aufgrund der aktuellen Umweltdebatten könne man dies aber nicht genug betonen.